Am 2. Mai wählte der neue AStA unserer Universität seine Referenten. Zur Wahl des zweiten Sozialreferenten waren zwei AStA-Mitglieder vorgeschlagen. Obwohl nicht vorgesehen war, über die Person der beiden Kandidaten zu diskutieren, bemerkte ein AStA-Vertreter: „Ich möchte darauf hinweisen daß der eine Kandidat Mitglied des SDS ist.“ Der Diskussionsleiter rügte diese Aeußerung sofort als unsachlich. Aber sie ist zu wichtig, als daß sie unwidersprochen hingenommen werden könnte.

Es ist nicht einzusehen, welchen Einfluß die Mitgliedschaft in einer an unserer Universität zugelassenen Vereinigung auf die Wahl eines Referenten im AStA haben könnte. Der Hinweis jenes AStA-Mitgliedes ist daher höchst erstaunlich. Ich habe auch noch niemals gehört, daß bei der Wahl der Vorstandsmitglieder des AStA und seiner Referenten es irgendjemand für nötig hielt, darauf hinzuweisen, daß dieser Kandidat Mitglied einer Burschenschaft und jener Mitglied des Liberalen Clubs sei.

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