Ausgabe: 1 aus 1992, 42. Jahrgang
In den siebziger Jahren soll die Frankfurter Universität ein Ort der Rebellion gewesen sein. Anfang der achtziger Jahre verkündeten die Reste der Uni-Sponti-Szene dann mit ihrem Rückzug ins Geschäfts- und Privatleben gleich «das Ende der Politik«. Es dauerte jedoch nicht allzu lange, bis sich erneut ein linkes Gegenmilieu an der Universiät herausbildete Es konturierte sich um die Linke Liste, einer Gruppe aus Alt-Spontis und Leuten, die ihre politische Sozialisation außerhalb der Universität durchliefen, die sich vor Alltagsstumpfsinn, harten Arbeitsrhythmen oder dumpfem Provinzleben ins städtische Studentendasein flüchteten.