die ausschüsse tagen weiter, die Schalter der Sparkassen werden pünktlich geöffnet der werkschutzmann mit dem Schäferhund macht seine runde, aufbaustellen und an den bändern bleibt eine Schweigeminute lang alles unausgesprochen Parteitage stellen sich geschlossen hinter die atomindustrie, bunt färbt sich das laub des deutschen herbstes im wald

komm, sagte ich, laß uns gehen diesmal begleite ich dich über die grenze noch hängt unser bild nicht im bahnhofsimbiß, unser paß ist echt und wird anerkannt, laß uns nicht zögern, nicht die letzten sein in den einschlägigen pariser cafes

blätter sterben ab von den rändern her in träumen fliehen wir aus angst vor dem erwachen, dein engel geschichte redet im suff von gebrochenen äugen unser deutschland ist nichts als die erfindung eines ausgeflippten französischen generals der im krieg blonde krankenschwestern fraß

und ein bitterer himmel über uns mit den maschinen des großen regens der alles verändern kann wie die bäume am mekong die werden auch heute nicht grün und die narben von damals heilt nicht der blinde haß der Verzweiflung

lange vor dem eintreffen der panzer ist das geräusch ihrer ketten zu hören dann sind sie da: die schnellen maschinen des terrors in ihnen die männer unterm schwarzen barett

gesicherte Positionen bleiben natürlich unberührt von den ängsten der nacht und der klammheimlichen trauer des tages unberührt wie die steinerne skyline vom wind recht wird gesprochen solange die robe ordentlich sitzt

komm laß uns gehen unter diesem bitteren himmel weg von den friedlosen friedhöfen dieses landes leer werden die Städte sein nach dem großen regen wenn das bild der menschen sich in riesigen spiegeln bricht

Harry Oberländer